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Andy Dixon - YOLO (And It Never Comes or It Seems to But It Doesn’t Really)

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Messer - Augen in der Dunkelheit

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Mobiltelefon als Medium – Fotografie/Video/Zeichnung/Sound
Vera Drebusch, Tobias Hahn, Jens Pussel
3. Mai 2012, 18 - 22 Uhr
6. Mai 2012, 16 - 20 Uhr

Mobiltelefon als Medium – Fotografie/Video/Zeichnung/Sound

Vera Drebusch, Tobias Hahn, Jens Pussel

3. Mai 2012, 18 - 22 Uhr

6. Mai 2012, 16 - 20 Uhr

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Lucas Buschfeld – sun set
Vernissage: Samstag, 21. April 2012, 16-1 UhrFinissage: Sonntag, 22. April 2012, 16-1 Uhr
In der Romantik erfährt die Landschaft als Landschaftsmalerei zum ersten mal Bedeutung als individuelles Sujet und tritt aus dem Hintergrund von Porträts zum direkten Bildinhalt hervor. Die gemalte Landschaft ist erhaben, allmächtig und übermächtig (v.A. im Sinne einer Bezeugung Gottes Schöpfung und Herrlichkeit) und führt dem Betrachter seine eigene Geringfügigkeit und Ausgeliefertheit gegenüber Ihrer Schönheit und Gewalt vor Augen. Der amerikanische abstrakte Expressionismus versucht die Erschaffung eines genuinen, von europäischen Bildtraditionen befreiten Malstils und erfindet u.A. neue Techniken des Farbauftrags und -duktus, et. al., sowie der Modi der Betrachtung. Und doch geschieht eine Rückbesinnung auf die romantische Idee des Sublimen, welche nun jedoch aus der Wirkung des abstrakten Bildes selbst - z.B. Farbfeldern - und nicht aus der naturgetreuen Darstellung von Landschaft evoziert wird. Die Darstellung zielt über die Auflösung des Darstellenden hin zur absoluten Betrachtung der Materialität des Bildes: Hier ereignet sich das Sublime.Als Fortführung des Readymade, verwirft die Pop Art ebenfalls tradierende Maltraditionen: Der erkennbare Gestus des Malers auf der Bildoberfläche, welcher ihn als Schöpfer auswies, ist überkommen und wird durch technische Bildreproduktionsmechanismen wie z.B. dem Siebdruck ersetzt. Nun ist es die Struktur der Drucke, welche den durch die Expressionisten geprägten Pinselstrich und Farbauftrag substituiert, und somit das Klischee des Künstlers als den Erschaffer durch das maschinell hergestellte Bild ersetzt. Die Raster und Punkte des Drucks lösen aus der Nähe betrachtet das Dargestellte auf und thematisieren erneut die durch Greenberg initiierte Debatte von Figur und Grund. Als Vorlage dienen den Künstlern wie Lichtenstein, Rauschenberg und Warhol fetischisierte Idealbilder der damaligen Gesellschaft und die Perversion des Idyllischen.Richter beschäftigt sich zum Ende eines Jahrhunderts von rapportartigen Weiterentwicklungen mit der Malerei als Übung und Ausübung des Malens - als reine Malerei zur Erschaffung ihrer selbst. Dabei darf das Dargestellte manchmal auch profan oder rein ästhetisch sein. Polke zitiert auf ironische Weise die Pop Art, indem er die Raster des Druckverfahrens Punkt für Punkt selbst malt.Wenn wir technisch hergestellte Bilder als unendlich reproduzierbare und sich wiederholende Bilder verstehen, so sind diese nach Benjamin „von den wichtigsten künstlerischen Obliegenheiten entlastet“ und entziehen sich dem Bereich der Echtheit, „dem Hier und Jetzt des Kunstwerks – sein einmaliges Dasein an dem Ort, an dem es sich befindet.“ Indem die von Lucas Buschfeld durch eine programmierte Maschine erzeugten Bilder in ihrem Ausgangspunkt immer noch den physikalischen Eigenschaften der Farbe auf dem Papiergrund unterliegen, erzeugt jeder Farbauftrag einen individuellen, nicht identisch wiederholbaren Punkt, welcher die Umkehr der von Benjamin prophezeiten Vernichtung der Aura bedeutet. (Text zur Ausstellung “sun set”: Laura Henseler)

Lucas Buschfeld – sun set

Vernissage: Samstag, 21. April 2012, 16-1 Uhr
Finissage: Sonntag, 22. April 2012, 16-1 Uhr

In der Romantik erfährt die Landschaft als Landschaftsmalerei zum ersten mal Bedeutung als individuelles Sujet und tritt aus dem Hintergrund von Porträts zum direkten Bildinhalt hervor. Die gemalte Landschaft ist erhaben, allmächtig und übermächtig (v.A. im Sinne einer Bezeugung Gottes Schöpfung und Herrlichkeit) und führt dem Betrachter seine eigene Geringfügigkeit und Ausgeliefertheit gegenüber Ihrer Schönheit und Gewalt vor Augen.

Der amerikanische abstrakte Expressionismus versucht die Erschaffung eines genuinen, von europäischen Bildtraditionen befreiten Malstils und erfindet u.A. neue Techniken des Farbauftrags und -duktus, et. al., sowie der Modi der Betrachtung. Und doch geschieht eine Rückbesinnung auf die romantische Idee des Sublimen, welche nun jedoch aus der Wirkung des abstrakten Bildes selbst - z.B. Farbfeldern - und nicht aus der naturgetreuen Darstellung von Landschaft evoziert wird. Die Darstellung zielt über die Auflösung des Darstellenden hin zur absoluten Betrachtung der Materialität des Bildes: Hier ereignet sich das Sublime.

Als Fortführung des Readymade, verwirft die Pop Art ebenfalls tradierende Maltraditionen: Der erkennbare Gestus des Malers auf der Bildoberfläche, welcher ihn als Schöpfer auswies, ist überkommen und wird durch technische Bildreproduktionsmechanismen wie z.B. dem Siebdruck ersetzt. Nun ist es die Struktur der Drucke, welche den durch die Expressionisten geprägten Pinselstrich und Farbauftrag substituiert, und somit das Klischee des Künstlers als den Erschaffer durch das maschinell hergestellte Bild ersetzt. Die Raster und Punkte des Drucks lösen aus der Nähe betrachtet das Dargestellte auf und thematisieren erneut die durch Greenberg initiierte Debatte von Figur und Grund. Als Vorlage dienen den Künstlern wie Lichtenstein, Rauschenberg und Warhol fetischisierte Idealbilder der damaligen Gesellschaft und die Perversion des Idyllischen.

Richter beschäftigt sich zum Ende eines Jahrhunderts von rapportartigen Weiterentwicklungen mit der Malerei als Übung und Ausübung des Malens - als reine Malerei zur Erschaffung ihrer selbst. Dabei darf das Dargestellte manchmal auch profan oder rein ästhetisch sein. Polke zitiert auf ironische Weise die Pop Art, indem er die Raster des Druckverfahrens Punkt für Punkt selbst malt.

Wenn wir technisch hergestellte Bilder als unendlich reproduzierbare und sich wiederholende Bilder verstehen, so sind diese nach Benjamin „von den wichtigsten künstlerischen Obliegenheiten entlastet“ und entziehen sich dem Bereich der Echtheit, „dem Hier und Jetzt des Kunstwerks – sein einmaliges Dasein an dem Ort, an dem es sich befindet.“ Indem die von Lucas Buschfeld durch eine programmierte Maschine erzeugten Bilder in ihrem Ausgangspunkt immer noch den physikalischen Eigenschaften der Farbe auf dem Papiergrund unterliegen, erzeugt jeder Farbauftrag einen individuellen, nicht identisch wiederholbaren Punkt, welcher die Umkehr der von Benjamin prophezeiten Vernichtung der Aura bedeutet.

(Text zur Ausstellung “sun set”: Laura Henseler)

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